Oct
21

Religion, Ethik, Öffentlichkeit in mehr als 140 Zeichen

Heute ist wieder mal eine kleine Hin- und Her-Twitterei über Religion ausgebrochen. Mein Resümee war dann, dass das, was dort inhaltlich verhandelt wird, einfach den Rahmen sprengt, den 140 Zeichen so vorgeben. @digiom hat vorgeschlagen, ich möge doch mal drüber bloggen. Also tue ich das, auch wenn ich mir eigentlich denke, dass auch ein Blogpost viel zu wenig ist für die komplexe Materie. Wenn ich das so biografisch bedenke, dann stelle ich fest, dass ich - um das Verhältnis Religion - Gesellschaft und meine eigene Position da drin irgendwie klar zu kriegen, mindestens ein ganzes Theologiestudium gebraucht habe und eigentlich da selbst noch immer mehr Fragen als Antworten habe. Ja, aber so ist das halt, ich bin sowieso keine Freundin von vorschnellen und allzu fixen Antworten. Meine Motiviation überhaupt Theologie zu studieren, liegt tief da drin vergraben in diesem Thema.

Oct
15

Pics von #OccupyAustria #Linz

gibts auf Flickr oder gleich hier zum Gucken:

Oct
13

Bloggen wider Marketinganleitungen

mms"Bloggen wider Marketinganleitungen" - so hat Helga von der Mädchenmannschaft meine dortige Vorstellung betitelt. Ja, so ist das ;-)

Ich habe mich sehr über diese Einladung, mich bei der Mädchenmannschaft, einem der spannendsten feministischen Blogs im deutschsprachigen Raum, vorzustellen, gefreut. Der Beitrag ist in der Serie WWW-Girls erschienen.

Wer die Mädchenmannschaft noch nicht kennt, sollte sich dort generell mal umtun! Schwere Empfehlung!

Oct
12

#sbsm - Soziale Bewegungen und soziale Medien

Zwar habe ich auf Kirche 2.0 über #sbsm gebloggt, es aber bisher verabsäumt das hier entsprechend zu tun. Das ist ein Fehler, der geändert werden muss!

Wer #sbsm nicht kennt, sollte es kennenlernen. Ebenso wie die Leute, die hier als Avatare sichtbar sind :-(Naja, den Obama vielleicht nicht wirklich, der ist ein Kriegsherr und Handlanger der Banken und Konzerne wie die anderen US-Präsidenten auch).

#sbsm ist ein Buch, eine Website und ein Camp. Das Buch ist ein Kind des Web, im Web steht mit CC-Lizenz alles, was im Buch steht und das Camp ist die Face2Face-Vernetzungsveranstaltung dafür. Viele von euch werden #sbsm sowieso schon kennen, weil es mit dieser Verschränkung meiner Meinung nach hervorragend gelungen ist, dass darüber im Web geredet wird, Menschen sich aktiv austauschen und vernetzen. Ich habe da auch was geschrieben in diesem feinen Buch, aber wie das mit Büchern so ist, ein paar Kleinigkeiten würde ich heute schon wieder anders sagen. Aber gedruckt ist gedruckt ;-)

#sbsm ist aber auch eine Bündelung von Aktivitäten im Social Web, die sich diesem Thema aus der Perspektive von sozialen und nicht-kommerziellen Organisationen, Bewegungen und Kampagnen nähern. Ganze Bücherregale voll gibt es dazu, wie Unternehmen im Social Web kommunizieren können (ehrlich, ich habe kaum was davon, weil die besten Social Media Marketing & Co. Dinge sowieso in Blogs und nicht in Büchern stehen). Letztlich geht es da immer darum, dass sich das Engagement im Internet irgendwann mal rechnen muss: ROI, Conversion Rate und was es da alles an Buzzwords gibt. Bei den sozialen Bewegungen ist das anders, die Blickrichtung ist eine andere, das Ziel ist ein anderes. Manchmal sind die Tools die gleichen, aber die Wahl der Tools folgt hoffentlich dem Inhalt und nicht umgekehrt ;-) Gleichzeitig ist aber das Feld sozialer Bewegungen in sich sehr differenziert, von Grassroot-Initiativen über anlassbezogene Protestbewegungen bis zu lange gewachsenen Institutionen wie der Arbeiterkammer, den Gewerkschaften oder auch der Kirche (ja, der Kirche, wenns wen interessiert, erkläre ich gerne mal, warum ich das so sehe). #sbsm versammelt sehr unterschiedliche Zugänge und ich bin davon überzeugt das ist bereichernd, wenn das Social Web dazu beiträgt, dass die, die doch sowieso irgendwie auf der gleichen Seite stehen, mehr voneinander wissen und voneinander lernen.

Vom Buch gibt es einen Klappentext. Weiterblättern online geht von dort aus auch sehr gut, alle Beiträge sind dort verfügbar und noch ein bisserl mehr. Wer das Buch in Händen halten will, kann es über jede Buchhandlung bestellen, es ist - was für manche meiner Kolleg_innen in der Kirche vielleicht praktisch ist - auch im Behelfsdienst im Pastoralamt Linz erhältlich. Wer aber näher ins Thema eintauchen will, der oder die sollte das #sbsmCamp nächste Woche in Wien nicht verpassen. Ich bin da dort und habe mit Erschrecken festgestellt, dass es der liebe Hans Christian Voigt geschafft hat, mich für drei Dinge einzuteilen. Ich mache einen Facebook-Strategie-Workshop, leiere eine Feminismus 2.0 Diskussionsrunde an (sehr offen, mal sehen, was draus wird) und habe auch noch einen kleinen Input bei der Session zur Mitgliederkommunikation zugesagt. Cu there!

Oct
5

Ein einziger Einsatz der Stadtwache kostet uns Linzer_innen 130 €

Das betrifft zum Beispiel, Leuten zu sagen, wo das nächste öffentliche Klo ist. Diese Zahl und noch viele weitere hat Thomas Diesenreiter errechnet. Gesamt gab die Stadt Linz im Vorjahr 1.000.000 € für den "Ordnungdienst" aus, dessen Leistungsbilanz sowas von ... naja ... ich schreib lieber gar nicht weiter ;-)

Was mich aber freut ist, dass sich das Blogpost von Thomas derzeit so fein via Twitter und Facebook verbreitet. Steter Tropfen höhlt den Stein!

Oct
4

Kirche 2.0, alles neu!

Heute war es nun endlich so weit, Kirche 2.0, das Webprojekt an dem Maria Schmidt und ich in letzter Zeit intensiv gewerkelt haben, ist online gegangen.

Auf Kirche 2.0 geht es - no na ned - um das Thema Kirche und Social Media, neben einem Blog gibt es auch zahlreiche weitere Informationsbereiche, unter anderem auch ein eBook zum Thema. Die Page ist ein Angebot des Kommunikationsbüros der Diözese Linz in Kooperation mit der Katholischen Aktion Oberösterreich. Strategisch geht es mit dieser Page darum, engagierte ChristInnen bei ihrem Einstieg ins Social Web zu unterstützen und zu begleiten und das Thema ansich voranzutreiben. Denn Potential hat das allemal, gerade gestern habe ich wieder mal bei einem sehr spannenden Vortrag an der Uni von Ansgar Kreutzer davon gehört, dass wir Christ_innen eine universale Heilsbotschaft für alle Menschen haben. Da ist doch klar, dass das auch im Social Web stattfinden muss!

Ich bin schon gespannt, wie es weitergeht mit Kirche 2.0; eine Basis für eine gute Weiterentwicklung ist damit jedenfalls geschaffen und erste Feedbacks auf Twitter zeigen mir, dass das Projekt gefällt. Für mein Blog hier gilt weiter, dass alles, was ich spezifisch zum Thema Kirche und Social Media schreibe, im Normalfall weiter hier nicht zu finden sein wird, sondern eben auf Kirche 2.0. Wer das also lesen mag, sollte sich den RSS-Feed von Kirche 2.0 schnappen. Viel Vergnügen damit!

Sep
28

Das Netzwerk

Sehenswert! Gerade via Thomas Knapp auf Facebook entdeckt.

Sep
27

Kommunikationsräume mit Digital Residents eröffnen. Pastoral 3.0. (Slides)

Von 23. bis 25. September 2011 war ich auf der Tagung Personen im Web 2.0 - Theologische Perspektiven in Göttingen. Ich werde da noch an passender Stelle, sprich dort, wo ich sonst immer über Kirche und Social Media blogge, drüber berichten. Doch hier mal meine Slides. Ich habe einige Momente aus meiner Diplomarbeit vorgestellt, wo es um das Thema kirchliche Kommunikation mit Digital Residents aus der Perspektive der Sinusstudien geht und mich über die interessierten Rückmeldungen sehr gefreut. Offenbar hat das Plausibilität, wie ich das Thema denke. Ich hoffe die Motivation hält an, denn bei der Arbeit ansich liegt noch ein gutes Stück des Weges vor mir.

Update: Ausführlicher, aber sehr subjektiver Bericht auf Kirche 2.0

Sep
27

Vorschläge und Ideen für die freie Lizenzen-Förderung der Stadt Linz gesucht!

CC-Torte

Gestern war eine Sitzung des Stadtkulturbeirats und dort wurde das Thema der freie Lizenzen-Förderung seitens der Linz Kultur (Blogpost von Severin Mayr, mein Blogpost dazu) debattiert. Nachdem auch alle anwesenden Mitglieder des Stadtkulturbeirats der Meinung waren, dass diese 10%-Zusatzförderung ein interessanter, zukunftsweisender Ansatz ist, es aber einfach einiges an Klärungs- und Handlungsbedarf gibt, haben wir vereinbart, dass in nächster Zeit ein Termin mit Linz Kultur, mit Dr. Leisch, dem Leiter der Förderabteilung, stattfindet. Da soll es um zwei Dinge gehen:

1. Klären, wie es möglich ist, dass in der Beantwortung der Gemeinderatsanfrage davon gesprochen wird, dass alle Anträge auf die Zusatzförderung positiv behandelt wurden und so die 660.- Euro Förderung in drei Jahren zustande kamen - und es gleichzeitig Vereine wie JunQ.at gibt, die diese Förderung beantragt haben, aber sogar weniger Förderung bekommen haben als im Vorjahr.

2. Gemeinsame Arbeit an einem praktikablen Förderkonzept, dass dafür sorgt, dass diese Förderung in ihrer konkreten Abwicklung handhabbarer (erste Überlegungen stehen eh schon in den verlinkten Blogposts) und natürlich auch bekannter wird.

Dabei wäre Deine Mithilfe super:

1. Welche weiteren Vereine, Projekte, Künstler_innen gibt es, wo das mit der freie-Lizenzen-Zusatzförderung nicht geklappt hat? Welche sonstigen Erfahrungen gibt es damit?

2. Wer hat Lust am Zukunftskonzept mitzudenken? Das geht einerseits, indem ihr mir einfach eure Überlegungen mitteilt und ich diese dann weiterkommuniziere, aber gerne auch beim Dabeisein beim Termin mit LinzKultur.

Bitte nutzt doch den Kommentarbereich oder nehmt sonstwie mit mir Kontakt auf! Ich bin recht optimistisch, dass - trotz der allgemein tristen Lage in Sachen Kulturförderungen der Stadt Linz - in dieser Sache etwas positiv weiterzubringen ist. Der Stadtkulturbeirat wird da gewiss ein Auge darauf haben. Die Mühe lohnt also und mit freien Lizenzen arbeiten wir da definitiv an zukunftsweisenden Kulturförderlösungen!

Sep
18

Regendering Media (Video)

Am Mittwoch habe ich über Regendering Media mitdiskutiert (Ankündigungsblogeintrag). Bei DORF TV gibt es nun auch die Aufzeichnung der Live-Sendung, nun auch hier. Einig waren wir uns alle, dass das Internet auch nicht soviel anders ist als der Rest der Gesellschaft, wenn es um Geschlechterstereotype und Rassismus geht. Doch es ist gestaltbar! Einige spannende Beispiele dafür kommen in der Diskussion vor.