Mar
14

Wem gehören Wissen und Kultur?

Schon wieder ACTA und Co. - Das werden sich regelmässige Leser_innen meines Blogs wohl denken. Aber die Zukunft des Internets beschäftigt mich. Und nicht nur mich! Da wird die Zukunft verhandelt. Und über Kirche und Social Media blogge ich ja sowieso auf Kirche 2.0 ;-)

Jedenfalls gibt es morgen in der Solidarwerkstatt eine Debatte zum Thema Netzpolitik, wo ich auch ein bisserl was beitragen darf, da ich mich dazu überreden habe lassen. Wer mitdiskutieren will, ist herzlich eingeladen. Alle Infos auf Facebook.

Feb
25

Pics von der Stop ACTA Demo Linz

Super war sie heute die Stop ACTA Demo in Linz. Viele Leute, gute Stimmung und Lust, weiterzumachen! Yeah!!!

Feb
22

Stopp ACTA Demo #2

Vermutlich wissen es eh schon alle. Aber es könnte ja sein, dass es jemand doch noch nicht weiss. Am Samstag, 25. Februar 2012, wird wieder gegen ACTA demonstriert. Gegen ACTA und für ein freies Internet für alle. Um 14.00 Uhr im Volksgarten geht es los. Join us!
Proteste gibt es auch in anderen Städten, die Übersicht findet sich auf http://www.stopp-acta.at/proteste/

Am 31. März geht es gegen ACTA und die Vorratsdatenspeicherung. Das ist wohl was zum Vormerken!

Feb
20

Urheberrecht: Letztlich geht es um das Gemeinwohl

Soziale Evolution bedeutet immer Remixen, an den Ideen anderer partizipieren. Bei dem, wie diese Prozesse gesellschaftlich organisiert sind, sollte das Gemeinwohl im Mittelpunkt stehen. Darum geht es in diesem sehenswerten Video (via), das das Thema Urheberrecht sehr grundsätzlich aufgreift. Manchmal habe ich das Gefühl, dass wir bei aller Liebe zum Detail der neuesten Unglaublichkeiten wie ACTA den Blick auf das große Dimension des Themas verlieren. Darum anschauen, auch wenn es lang ist:

Everything is a Remix Part 4 from Kirby Ferguson on Vimeo.

Feb
17

Fleischfreitag - Anleihen am Christlichen

Das Land OÖ. macht eine neue Aktion. Mit Fleischfreitag wird dafür geworben, am Freitag kein Fleisch zu essen, sondern zu vegetarischen Alternativen zu greifen. Gasthäuser werden eingebunden, usergeneriert werden Rezepte gesammelt. Insgesamt eine gute Sache, um einen verantwortlichen Konsum zu fördern, denn bekannt ist, dass zuviel an Fleisch für die Umwelt und die Menschen schädlich ist. Das Thema wird sehr positiv und professionell kommuniziert.

Letzte Woche ist mir eine Broschüre dieser Aktion untergekommen und nun habe ich mich auf der Website umgesehen. Was ich da als Theologin bemerkenswert finde: Mit dem Freitag als fleischfreien Tag wird unmittelbar und offensichtlich Anleihe an einer christlichen Tradition genommen, aber es ist im Rahmen dieser Aktion kein Wort davon die Rede, warum es ausgerechnet der Freitag ist.

Ja, natürlich eignet der sich für das gelungene Wortspiel, aber ich glaube, das ist es nicht alleine. Hier wird in geschickter Weise Tradition und Neues verbunden und das gefällt mir.

Heutzutage wird das mit dem fleischfreien Freitag ja in der Katholischen Kirche als Empfehlung, aber überhaupt nicht mehr als unbedingte Vorschrift gehandhabt. Welche Formen des Verzichts jemand wählt am Freitag, ist jedem selbst überlassen und mein Eindruck ist, dass diese Freitags-Tradition schon lange nicht mehr Common-Sense ist. Gleichzeitig gibt es in den Kirchen eine intensive Auseinandersetzung mit Nachhaltigkeitsthemen, mit der Bewahrung der Schöpfung, und durchaus auch damit, wo hier persönliche Beiträge liegen können.

Ich finde es interessant, wie hier säkularisierte Welt und eine fast schon verschwundene katholische Tradition zusammenkommen. Irgendwie hat das was Ambivalentes, aber ich glaube doch, dass hier mehr Chancen drinnen stecken als man_frau auf den ersten Blick meinen möchte.

Ich esse zwar sowieso nicht jeden Tag Fleisch (und wenn dann immer Bio, wenn es irgendwie geht), aber finde es für mich persönlich interessant, da über Rhythmen nachzudenken, wann ich was esse oder wann eben nicht.

Feb
9

Sag mir, wo die Frauen sind … (k)eine Antwort

fragezeichen

Gaby Filzmoser fragt in ihrem Blog, warum denn so offensichtlich weniger Frauen auf Barcamps sind. Ich finde die Frage total interessant und verfolge - sehr selektiv - auch mit, dass das Thema in der feministischen Szene in Deutschland intensiv diskutiert wird (wie auch das Phänomen, dass es bei der Piratenpartei ganz wenig Frauen gibt). Da gab es auch schon ein Frauenbarcamp.

Ich glaube, dass eine eindimensionale Erklärung des Phänomens zu kurz greifen würde. Es wirkt die Unterrepräsentation der Frauen in der Technik, es wirkt die noch immer vorhandene ungleiche Verteilung für die Verantwortung für die Kinder, ....

Beim aktiven Einbringen, was Gaby auch anspricht, bin ich mir nicht so sicher, ich glaube diese Sorge haben manche Männer genauso. Wer das Format aber mal kennt, ist zumeist begeistert und kommt wieder.

Vielleicht ich auch ein Faktor, dass Barcamps - ausser in einem gewissen Teilsegment - noch nicht so etabliert sind, dass das (auch) als Variante der Weiterbildung wahrgenommen wird. Ich weiss selber auch immer nicht, ob ich da jetzt hingehe wegen der Vernetzung, weil ich was aus meinem Arbeitsbereich erzählen und teilen will oder weil es meine Weiterbildung ist. Wenn ich mich nicht täusche, werden sind Frauen statistisch auch bei der Inanspruchnahmemöglichkeit beruflicher Weiterbildung nicht gerade vorne - auch wenn sie sich ansich viel mehr weiterbilden. Wenn das dann sowenig formal daher kommt, dann ist es vielleicht eine zusätzliche Hürde.

Sicher bin ich mir aber, dass aktive Massnahmen immer gut sind. Kinderbetreuung anbieten, vielleicht das Format besser erklären, damit es nicht nur die Insider_innen anspricht, im Vorfeld einfach auch persönlich drauf achten, Frauen gezielt davon zu begeistern, positive Vorbilder aktiv kommunizieren z.b. drüber bloggen ;-)

Schwierig, schwierig. Jetzt habe ich zwar viel geschrieben, aber eigentlich keine Antwort. Antje Schrupp würde vielleicht einfach sagen, dass es Frauen halt nicht freut, auf Barcamps zu gehen, weil sie etwas anderes lieber tun. Damit bin ich aber irgendwie auch nicht zufrieden und werfe die Frage darum auch hier in meinem Blog in die Runde. Jedenfalls könnte es uns hier in Österreich auch nicht schaden, dass Thema auf die Agenda zu setzen.

Feb
9

Stop ACTA

Falls wer noch immer nicht wissen sollte, was ACTA ist und warum das wirklich gefährlich ist, da gäbe es ein VIdeo.

Feb
1

Fokus Umweltbildung - zwei Social Media Workshops

Müde bin ich gerade von einer intensiven Tagung des Netzwerk Umweltbildung Niederösterreich heim gekommen. Doch es hat sich gelohnt, den heutigen Tag in St. Pölten zu verbingen. Die Tagung Fokus Umweltbildung fand diesmal zum Themenschwerpunkt Social Media statt. Es waren viele unterschiedliche Menschen aus Umweltinitiativen dabei und manches, was diese so machen, hätte mich auch inhaltlich mehr interessiert.

Aber darum war ich ja nicht dort. Denn ich hatte das Vergnügen zwei Social Media Workshops zu leiten:

1.Blogs
2. Soziale Medien für Initiativen, Vereine und Kampagnen nutzen

Die Slides dazu gibt es hier, viel Vergnügen beim Nachlesen und so ...

Jan
24

Social Media. Kommunikationsräume mit Digital Residents eröffnen

Heute habe ich im Rahmen des interdisziplinären Oberseminars an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität Linz einen Vortrag (mehr oder minder) über das Thema meiner pastoraltheologischen Diplomarbeit gehalten.

Ich glaube, das ist ganz gut gelaufen und war interessant für die Teilnehmenden. Jedenfalls habe ich selbst viele spannende Anregungen bekommen und hätte natürlich gleich wieder mindestens fünf weitere Themen für Diplomarbeiten und so. Naja, so ist das halt ;-) Ich bleibe trotzdem bei meinem Thema und hoffe, das ich das energietechnisch hinkriege, das Ding dann auch wirklich zu schreiben und nicht nur drüber vorzutragen und zu diskutieren.

Hier gibts die Slides dazu:

Wer weitere Fragen hat und überhaupt ganz was anders meint: Ich freue mich über Kommentare, Anregungen und Kritik!

Foto Flickr CC by-nc-sa waferbaby

Jan
22

God love Geeks

Meine Entdeckung des Tages. Auf Flickr steht drunter "But, usually, geeks don't believe in god...". Da sag ich nur: ich kenne vieeeeele!

Foto Flickr CC by Ricardo Hurtubia