Sep
23

Wieder da!

Bin wieder da. Naja, physisch bin ich heute morgen um 6.30 am Bahnhof Linz angekommen. Aber eigentlich bin ich noch im Urlaubsmodus ;-)

Die Pics zum Gusto holen gibt es hier:

Sep
6

Urlaub!

Ab morgen bin ich weg, am Samstag wird in Kiel das Schiff bestiegen und es geht bis nach Genua. Dann noch ein paar Tage Baden an der Adria. Hach, ich freue mich schon sehr :-)

Unter anderem wird das Schiff unter dieser Brücke, die am Foto zu sehen ist, durchfahren. Wer weiss wo es ist?

Kommentare im Blog sind urlaubsbedingt auf "moderiert" gestellt - die Auflösung gibt es also dann hoffentlich ab 23. September.

Aug
2

Das II. Vatikanisches Konzil und das Social Web (Ausschnitt Diplomarbeit)

2vatOffenbar macht es den Leser_innen meines Blogs, Freude, wenn ich vorab noch unfertige Teile meiner Diplomarbeit hier veröffentliche (wie hier). Ich profitiere selbst sehr von den kompetenten und anregenden Rückmeldungen. Insofern probiere ich es wieder.
Diesmal geht es um einen Abschnitt zum Zusammenhang zwischen Medien- und Kirchenbild vor dem Hintergrund der Ekklesiologie des II. Vatikanischen Konzils. Meine These ist, dass das Social Web zumindest partiell ein Aufgreifen dieser Theologie befördert.
Da das Umwandeln in html-fähigen Text bei den Fussnoten etc. sehr tricky und aufwendig ist, habe ich diesmal ein PDF genommen und hochgeladen. Ich freue mich über Kommentare!

Das II. Vatikanisches Konzil und das Social Web

Ich ersuche hier ausnahmsweise darum, das Dokument nicht weiterzuleiten, sondern bei Interesse ggf. auf diesen Blogeintrag zu verweisen. Mein Gefühl ist, dass das noch nicht ganz fertig ist und ich würde dann schon gerne primär irgendwann die Endversion im Web finden. Danke!

Jul
29

Kommunikationschancen der Kirche mit Digital Natives (Ausschnitt Diplomarbeit)

Nachdem ich das letzte Mal als ich einen Ausschnitt meiner Diplomarbeit ins Netz gestellt habe (Der Begriff der Digital Natives) so gute Erfahrungen mit den anregenden Rückmeldungen gemacht habe, möchte ich das wieder tun. Dieser Abschnitt ist bezieht sich auf meine Schlussfolgerungen aus der Lektüre unterschiedlicher Untersuchungen, die alle mit den Sinusmodell arbeiten und die ich in den vorherigen Punkten detailiert dargestellt habe. Es ist vermutlich nur dann gut verständlich, wenn jemand dieses sozialwissenschaftliche Modell zumindest etwas kennt. Trotzdem möchte ich es probieren und freue mich über kritische Anmerkungen! Und ja: Es geht voran!

Foto: Flickr CC by re:publica 2012Foto: Flickr CC by re:publica 2012

Zusammenfassend werden hier einige zentrale Zusammenhänge aus den vorgehenden Darstellungen in Form von vier Thesen beleuchtet.

(1) Die Kirche hat, so die Ergebnisse der Sinusstudien, ein massives Kommunikationsproblem mit postmodernen Milieus, die Digital Natives sind. Internet und Social Web ist für sie ein selbstverständlicher Teil ihres Alltags, es ist mit ihrer Identität, ihren Beziehungen und ihrem Informationsmanagement verwoben. Kirche wird von Menschen mit postmodernem Lebensstil als alt, verstaubt und reformresistent wahrgenommen. Im Alltag gibt es kaum Berührungspunkte, weil sie keinen Nutzen in den Angeboten der Kirche sehen. Der Vergleich verschiedener Untersuchungen zeigt: Je kirchendistanzierter jemand ist, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er_sie Digital Native ist.

(2) Bemerkenswert ist, dass es offenbar postmoderne Milieus sind, die kirchliche Internetkommunikationsangebote sehr stark nachfragen, das macht der MDG-Trendmonitor deutlich. Das hat wenig mit ihrem religiösen Interesse zu tun. Vielmehr ist ihre intensive Internetnutzung dafür ausschlaggebend. „Internet-Aktivitäten, die den kirchlichen Mainstream anpeilen, gehen am Internet-Publikum weitgehend vorbei“ (Meier, Klaus, Positionierung der katholischen Kirche im Internet, in: Communicatio Socialis 3/2006, 292) hat Klaus Meier schon 2006 formuliert. Da mittlerweile aufgrund steigender Internetnutzer_innen insgesamt mehr Menschen im Internet unterwegs sind, ist natürlich auch der Nutzer_innenkreis religiöser Angebote breiter geworden. Es darf davon ausgegangen werden, dass sich dieser Bereich insgesamt differenziert hat. Doch intensive Social Web-Nutzer_innen sind primär postmoderne Milieus. Insofern darf geschlussfolgert werden, dass Social Media-Aktivitäten, die den kirchlichen Mainstream anpeilen, an der Dialoggruppe im Social Web weitgehend vorbeigehen. Die Ausnahme bilden dabei Jugendliche, denn diese kommunizieren alle - wenn auch in unterschiedlicher Form und Intensität - im Social Web.

(3) Gleichzeitig machen aber die Sinusstudien deutlich, dass es durchaus Chancen gäbe, einen positiven Kommunikationsraum mit diesen Milieus zu eröffnen, da sie mehrheitlich potentiell offen sind für Religion und noch mehr Glaube. Das Sinus-Institut nennt als grundlegende Veränderungstrendenzen unserer Gesellschaft drei Faktoren:

Modernisierung und Individualisierung: Öffnung des sozialen Raumes durch höhere Bildungsqualifikationen, steigende Mobilität und Kommunikation und dadurch erweiterte Entfaltungsspielräume und Wahlmöglichkeiten
Überforderung und Regression: Wachsende Überforderung und Verunsicherung durch den technologischen, soziokulturellen und ökonomischen Wandel, durch die Vielfalt der Möglichkeiten (Multioptionsparalyse) und die Entstandardisierung von Lebensläufen – mit der Folge von Orientierungslosigkeit und Sinnverlust, Suche nach Entlastung, Halt und Vergewisserung (Regrounding)
Entgrenzung und Segregation: Durch Globalisierung und Digitalisierung getriebenes Auseinanderdriften der Lebens- und Wertewelten, sozialhierarchische Differenzierung und wachsende soziale Deklassierungsprozesse, Erosion der Mitte, Entstehen einer kosmopolitischen Elite (One-World-Bewusstsein)

Es ist naheliegend, das Orientierungsangebote aus der christlichen Tradition in diesem Regrounding-Kontext auf Ressonanz stossen könnten. Die christliche Botschaft ist in der Lebenswelt der Postmodernen nicht irrelevant, das aktuell vorfindliche institutionelle Gefüge der Kirche verstellt aber in vielen Fällen die Möglichkeit einer positiven Kommunikation.

(4) Dass das Internet und das Social Web dabei eine erhebliche Rolle spielt, ist naheliegend. Manchmal finden sich sogar diesbezügliche explizite Appelle im Social Web. Expemplarisch sei hier der Blogger, Künstler und Medienjournalist Sebastian Baumer zitiert, der sich selbst als Atheist bezeichnet und schreibt:

Wäre ich die katholische Kirche, ich würde eine Webseite bauen lassen, auf der man die ganze Bibel lesen kann, schön übersichtlich gestaltet, mit einzelnen Kapiteln, Zusammenfassungen, Illustrationen und teuflisch schicker Typographie. Man könnte einzelne Textstellen markieren und twittern oder bei Facebook und sonstigen Social Networks posten. [...]
Wäre ich die katholische Kirche, dann würde ich einmal im Jahr einen Wettbewerb ausrufen, bei dem zeitgenössische Schriftsteller meine besten Stories (Mose und das Meer, Die Apokalyse, Adam und Eva etc.pp.) neu schreiben und vortragen, ohne irgendwelche Vorgaben. Die Texte gäbe es im Bundle mit den zugehörigen Originalen für jedermann kostenlos als Print- und eBook-Version. [...]
Wäre ich die katholische Kirche, ich würde alle meine abgefahren beeindruckenden Kirchen, Klöster und sonstigen Bauwerke weltweit in 3d photographieren und ne iOS-App bauen lassen, mit der man sie alle virtuell besichtigen kann. [...]
Wäre ich die katholische Kirche, ich würde sofort mehrere Kampagnen starten, in denen ich den Leuten klar machen würde, dass in der Vergangenheit zwar einiges schief gelaufen ist, aber dass meine Kernbotschaft von Nächstenliebe und sich nicht wie ein Scheißasi benehmen eigentlich ziemlich zeitlos gut ist, egal, ob man an den alten Mann in Himmel glaubt oder nicht.
Wäre ich die katholische Kirche, ich würde den Gottesdienst interaktiver und mit viel mehr Humor gestalten und würde jeden neu eingestellten Prediger dazu verpflichten, neben dem üblichen Beichtkram für die älteren Gläubigen einfach permanent für die Leute übers Netz erreichbar zu sein und bei Problemen aller Art zu helfen oder einfach nur zuzuhören.
Wäre ich die katholische Kirche, es könnte alles ziemlich cool werden, auch ohne den Inhalt groß zu verändern.

Ob der Weg der Glaubenskommunikation im Social Web aber überhaupt ein adäquater ist, kann allerdings nicht alleine auf der Ebene der Sozialwissenschaft verhandelt werden, sondern die Frage ist theologisch zu beantworten.

Jul
13

Feminismus im Social Web

Im Rahmen des Projekts Donne habe ich heute über das Thema Feminismus im Social Web einen Input gemacht und mit den TeilnehmerInnen über das Thema diskutiert (Facebook-Event). Am Rande war auch Kirche und Social Media Thema, kein Wunder bei meinem Background ;-)

Von der Live-Videokonferenz gibt es den Mitschnitt und auch die Slides sind im Netz. Super wars!

Jul
12

Radfahren am Hallstättersee

Ich war am Wochenende am Hallstättersee und möchte hier ein paar Urlaubstipps für die Gegend geben. Premiere bei diesem Kurzurlaub war, dass ich das erste Mal mein eBike mit hatte. Angesagt war Relaxen und ein bisserl die Gegend erkunden.

Jul
4

Religiös sein in der Moderne ...

Religiös sein in der Moderne heisst nicht, von sich zu wissen, dass man geschaffen ist, sondern von sich zu wollen, dass man geschaffen sei. - Danièle Hervieu-Léger

Jun
27

Update!

update

Was es mit diesem Cartoon (via) und der Kirche auf sich hat, darüber habe ich im neuen Blog Freude und Hoffnung des Kommunikationsbüros der Katholischen Kirche in Oberösterreich geschrieben. Es geht um Updates, das II. Vatikanische Konzil und Open Source.

-->> http://freudeundhoffnung.wordpress.com/2012/06/27/update/

Jun
23

Gegen den Westring unterschreiben!

Ich habe unterschrieben und möchte es allen ans Herzen legen, es mir gleich zu tun. Gegen die Flächenwidmung für die Autobahn durch Linz können bis spätestens 10. Juli 2012 schriftliche Einwendungen beim Magistrat Linz eingebracht werden. Musterbriefe gibt es auf http://www.westring.info/, direkt hier als .doc. Sie müssen ausgedruckt und per Post übermittelt werden.

Der Westring ist meiner Meinung nach das abwegigste Großprojekt in Linz, das es derzeit gibt. Anstatt in sinnvolle öffentliche Verkehrslösungen zu investieren, wird eine Autobahn gebaut, die nur noch mehr Verkehr anzieht. Ach, mir würden soviel sinnvolle Alternativen einfallen, was mit dem vielen, vielen Geld passieren könnte ...

Jun
20

Mitschrift von der Ringvorlesung II. Vatikanisches Konzil

An der Katholisch-Theologischen Privatuniversität findet derzeit eine höchst spannende Vorlesungsreihe zum Beitrag der Theologie zum II. Vatikanischen Konzil statt, die ich nur allen herzlich empfehlen kann. Es sind auch immer sehr viele Leute dort.

Da ich weiss, dass meine Mitschriften recht beliebt sind, gibt es diese von dieser Ringvorlesung auch hier im Blog, auch wenn das für mich jetzt keine "typische" Lehrveranstaltung ist, sondern ich da nur aus reinem Interesse dabei bin. Ob ich es immer schaffe, weiss ich noch nicht, aber wenn ich dort bin, werde ich die Mitschriften hier zur Verfügung stellen.

Unten findet sich meine Mitschrift von den Vorträgen, wo ich dort war, diese wird immer wieder aktualisiert. Wie immer sind die Mitschriften unkorrigiert und ohne Anspruch auf Vollständigkeit.
Zusammenfassende Berichte aller Vorträge gibt es auf der Diözesanhomepage: http://www.dioezese-linz.at

Univ.-Prof. Dr. Peter Walter
Univ. Prof. Dr. Günther Wassilowsky
Univ. Prof. Dr. Franz Gruber und Univ. Prof. Dr. Hanjo Sauer
Univ. Prof.in Ilse Kögler
Univ. Prof. Michael Hofer
Univ. Prof.in Monika Leisch-Kiesl
Univ. Prof. Ansgar Kreutzer