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Klasse Demo "Hallo Rom!"

Klasse wars und gut für die Psychohygiene bei der Demo "Hallo Rom! am 2. Juni. Im Video kommt einiges von der Stimmung rüber:

Comments

Submitted by RP (not verified) on 10. June 2010 - 19:30.

Als ob man so irgendwas bewegen/veränderändern könnte...
Auszutreten ist die effektivste Methode der Kirche zu zeigen, dass das ein konservativer Haufen ist der einfach nicht funktioniert.

An "Gott" (oder was auch immer) kann man auch ohne dieser Sekte glauben. Interessensgemeischaften bilden sich sowieso.

Submitted by andrea on 10. June 2010 - 23:00.

Tja, das stimmt schon, kurzfristig verändert so eine Demo nichts - wie auch andere Initiativen mit ähnlichen Themen. Da bleibt nur die Hoffnung, dass das in Summe längerfristig was bringt.

Austreten bringt meiner Meinung nach nichts, denn dann ist die Kirche wirklich irgendwann mal ein "konservativer Haufen" wie du schreibst, wenn alle gehen, die es anders wollen. Ich glaube eher, dass es darum geht, innerhalb der Kirche jene Spielräume auszuloten, wo es möglich ist, sich sinnvoll im Sinne der christlichen Botschaft zu engagieren - in aller Widersprüchlichkeit die damit verbunden ist.
Und zum Stichwort "konservativ": Ich bin das definitiv nicht, in keinster Weise meiner "Selbstdefinition" (wenns sowas gibt) und bin auch Kirche - vielleicht sollten wir einfach auch mehr in den Mittelpunkt rücken, dass Kirche alle Christ_innen sind und nicht nur die Bischöfe und der Papst. Dann verschiebt sich die Wahrnehmung und das Bild wird schon viel pluraler.

Klar kann man_frau auch an Gott glauben ohne die Kirche, keine Frage. Trotzdem haben Menschen, was du ja auch ansprichst, den Wunsch und die Tendenz sich zusammenzutun und gemeinsam ihren Glauben zu leben. Wenn damit keine Praxis verbunden wäre, wäre der Glaube an Gott ja auch für nichts gut. Klar schleppst du bei einer Bildung einer neuen "Interessensgemeinschaft" keine 2000 Jahre Kirchengeschichte mit, aber ich glaube, dass sich über kurz oder lang dieselben Fragen und Probleme stellen wie auch innerhalb der jetztigen realen Kirche.

Meine persönliche Lösung liegt darin eben auch das Positive der Kirche zu sehen und das in den Mittelpunkt zu rücken, Mitstreiter_innen dafür gibts genug. Ich mache sehr positive Erfahrungen in meiner Arbeit bei der Katholischen Aktion OÖ und genieße wirklich, was ich da an reflexiver Qualität in meinem Theologiestudium an der Katholisch-Theologischen Privatuniversität mitkriege. Ich bin mir aber auch bewusst, dass es Kirche leider nicht immer gelingt, solche positiven Anknüpfungspunkte zu schaffen - und dann halt das rüberkommt, was in der Zeitung steht und das ist ja wirklich selten erfreulich. Insofern kann ich deine Entscheidung nachvollziehen, wenngleich ich sie bedauere.

Submitted by RP (not verified) on 11. June 2010 - 0:06.

Der Grund meines Austrittes sind jetzt nicht umbedingt die Vorfälle in der Kirche - naja, der Zeitpunkt ist perfekt um zu zeigen, dass das eine Sauerei ist. Mal davon abgeshen dass ich sowieso nicht an Gott etc. glaube und in meiner Jugend genug von der Kirche abgeschreckt wurde - sehe ich keinen Sinn darin, einer weltweiten Organisation anzugehören, die nicht meine Interessen vertritt.

Mir wurde bereits oft verucht, den sinn von "glauben" zu erläutern - jedoch immer erfolglos.
Aber selbst wenn ich an nichts glaube und mit den Idealen der kath. Kirche nichts anfangen kann, sehe ich auch (manche) gute Seiten. Die Caritas zb. Das wäre ein Grund, warum ich evtl. nicht austreten sollte - andererseits sollten meiner Meinung nach Einrichtungen dieser Art sowieso nicht von einer Glaubensgemeinschaft abhängig sein. Egal - auf jeden Fall ist das einer der wenigen guten Aspekte an der kath. Kirche.

Was mir aber Sorgen macht ist die Struktur der Kirche - sie schafft einfach keinen Raum für Veränderungen die in unserer Zeit wichtig wären.
Ich kenne mich zwar in dieser Beziehung nicht so gut aus. Aber soweit ich das mitbekommen habe, ist das System der Kirche alles andere als basisdemokratisch.
Wäre die kath. Kirche so aufgebaut, dass zb. auch revolutionäre, liberale Persönlichkeiten in Ämter kommen können (zb durch direkte Wahlen) in denen Sie auch die Macht haben etwas zu verändern (nicht nur theoretisch sondern auch praktisch - was imo. nicht der Fall ist) - wäre mir der Verein sofort um einiges sympathischer.

Das System kommt mir jedoch ziemlich totalitär vor.
Ich kann mich auch irren - bin kein Spezialist - aber wenn Die Kirche wirklich für das steht, was die Mehrheit der Christen möchte, würde sie heute vollkommen anders aussehen.

Ich sehe einfach keinen Sinn darin, dass man sich einer so riesigen Organisation anschließt, die nicht den eigenen Vorstellungen entspricht.

ich sehe also 2 Möglicchkeiten.

1. Möglichket:
Drinnen bleiben und das System von innen aus sprengen - was wahrschveinlich nicht funktionieren wird, weil auch sehr viele konservative Christen gibt die diese Entwicklung hemmen.
(Ich nehme an, dass die Christengemeinde in Mitteleuropa um einiges Liberaler gestimmmt ist als zb in den USA)

2. Möglichkeit:
Die kath. Kirche als hoffnungslkosen Fall sehen, austreten und hoffen, dass Sie an Macht verliert und etwas neues, besseres entsteht was aus den Fehlern der röm. kath. Kirche gelernt hat. (moment, das wäre doch die Evangelische Kirche, oder?)
Ich würde zwar sowieso nicht beitreten weil ich einfach - wie bereits anfangs erwähnt - keinen Sinn im Glauben an Gott usw sehe - aber es wäre zumindest in der Theorie ein Fortschritt für alle die ihren Glauben brauchen.

Ich hoffe ich habe mich jetzt nicht selbst widersprochen - der Beitrag war gleichzeitig ein Brainstorming für mich.

Submitted by andrea on 11. June 2010 - 21:41.

Ich glaube nicht, dass du dich widersprochen hast. Interessant, dass du sagst, du glaubst nicht an Gott und machst Dir doch so viele Gedanken um die Kirche. Das freut mich - ich interpretiere es jetzt mal ganz frei so, dass dir die Kirche als gesellschaftliche Organisation einfach nicht egal ist.

Ich denke, dass es in der Kirche immer schon widerständige Menschen gegeben hat, die trotz, ganz selten wegen, der hierachischen Strukturen (da teile ich mehr oder minder deine Einschätzung) es geschafft haben, einen revolutionären Weg ganz im Sinne des revolutionären Weges von Jesus von Nazaret zu gehen, von Franz von Assisi bis zu Theologie der Befreiung, .... Gekennzeichnet ist dass für mich immer darin, dass nicht einfach nur jemand her geht und sagt ich glaube an Gott und dann sind damit ausschließlich (ich nenns mal flappsig so) "Wellness-Rituale" verbunden, sondern dass das Sagen, ich glaube an Gott, auch ganz praktische Konsequenzen hat. Wenn ich Gott sage, dann ist damit verbunden, mich konsequent für soziale Gerechtigkeit als Basis für die Würde jedes Menschen und Respekt vor der Schöpfung stark zu machen. Gott sagen, heisst für mich immer, eine Ahnung davon artikulieren, dass da ein Mehr, ein Unverfügares ist, das wir Menschen nicht "machen" können, sondern das uns geschenkt ist. Daraus schöpfe ich Hoffnung für die Welt und auch die Kirche.

Submitted by Dominik (not verified) on 13. June 2010 - 13:58.

Ich glaube die Kirche ist für Aussenstehende unbegreiflich. Das liegt daran, dass einfach andauernd gegen sie geschrieben wird in den Medien und dass es immer wieder Revolutionäre gibt, die sie in Misskredit bringen und ihre persönlichen Vorstellungen für alle 1,4 Mrd. Katholiken verwirklicht sehn wollen. Wenn du nicht auf www.zenit.org und andere saubere Medien zugreifst, dann fangst du an all den Müll der geschrieben wird auch zu glauben.

Deine Beziehung mit Gott ist etwas ganz persönliches. Niemand kann dich zwingen, einen Menschen zu lieben. So kann dich auch niemand zwingen, Gott zu lieben. Willst du ihn lieben? Willst du seine unendliche Liebe für dich erkennen und sehen können?

Dann kannst du die Entscheidung treffen, ihn kennenzulernen und mit ihm Zeit zu verbringen. So wie wir mit den Menschen Zeit verbringen, die wir lieben. So braucht es auch die Zeit mit Gott, dass sich diese Liebe entwickeln kann. Das heißt zur Ruhe zu kommen. Die eigenen Gedanken immer stiller werden zu lassen. Und auf IHN zu schauen und zu hören. Gläubige und "die Kirche" können dir dabei helfen.

Du könntest zum Beispiel den Bestseller-Roman "Die Hütte - ein Wochenende mit Gott", oder "Gott verändert" von Dr. Tomislav Ivančić lesen und mit seiner Anleitung Schritt für Schritt Gott näher zu kommen.

Je mehr du dich in IHN vertieftst, desto mehr wirst du sein Inneres, sein Wesen erkennen und deine Sehnsucht wird immer stärker werden. Dann wirst du erkennen, dass es keine Einbahnstraßen-Beziehung ist, sondern dass er ganz aktiv in deinem Leben wird, mehr noch als ein Mensch es je könnte.

Je tiefer und inniger diese Beziehung wird, desto mehr wird sie dich verändern. Du wirst weniger Wut und Zorn empfinden. Deine Lebensqualität wird immens steigen. Du wirst immer öfter seine Liebe wie heißen Honig in dich hinein strömen spüren. Du wirst selbstsicherer und mutiger werden. Deine Innere Freiheit wächst. Du kannst das auch erleben, dann wirst du mich besser versehen können.

Ich wünsche dir alles Gute für deinen Weg!

lg Dominik

Submitted by Lisa (not verified) on 13. June 2010 - 14:04.

Was möchtest du denn bewegen, die anderen oder dich selbst? Wenn du dein Herz bilden möchtest, und mehr Liebe empfangen und geben möchtest.. dann ist es wunderschön andere zu treffen, die dir von ihren Erfahrungen erzählen, dir vielleicht auch Vorbild sind weil sie schon weiter sind als du, und die dir dabei helfen zu unterscheiden.

Wenn du diesen Weg einschlägst, und eine echte lebendige Beziehung mit Gott haben willst. Dann wirst du große Freude in der röm.-kath. Kirche haben. Sie ist eine Knowledge Community. Ihre Schatzkammern stehen für alle offen. Du wirst wunderbare Priester und Ordensleute treffen, und die Sakramente werden dich stärken und heilen und verwandeln.

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