Internet

Sep
13

Regendering Media: Geschlechterkonstruktionen im Internet

Ich habe wieder mal das Vergnügen, aus einer feministischen Perspektive über das Internet zu diskutieren. Im Rahmen des Projekts Regendering Media geht es am Mittwoch, 14. September ab 20:00 um Geschlechterkonstruktionen im Internet. Die Diskussion wird im Studio von Dorf TV stattfinden, mit Live Übertragung auf Radio Fro 105,0 MHz.
Ich möchte einige interessante Beispiele aus dem Bereich Social Media einbringen, mich aber vor allem auch damit beschäftigen, dass der Gender-Gap im Internet vor allem ein Alters-Gap ist. Dazu gibt es aber dann voraussichtlich sowieso hintennach einen eigenen Blogeintrag ;-)

Viele Zuschreibungen und Erwartungshaltungen gegenüber dem einen oder anderen Geschlecht werden immer noch als selbstverständlich vorausgesetzt. Wie kann eine breite Infragestellung dieser Vorstellungen bei einem möglichst breiten Publikum, jenseits von TheoretikerInnen und AktivistInnen erreichet werden? Was braucht es um die Gender-Thematik wieder „sexy“ zu machen und gängige Geschlechterkonstruktionen, die in vielen Massenmedien transportiert werden, aufzulösen?

„Regendering Media“ befasst sich mit dem Geschlechterdiskurs in den Medien und besteht aus zwei Gesprächsrunden, davon eine in Linz und eine in Wien, einer Plakataktion im Wiener Resselpark und einem Printprojekt. Aufbauend auf einer Recherchephase in Form von ExpertInnengesprächen wird versucht mit den Mitteln der Kunst einen aktivistischen Akzent in der Öffenlichkeit zu setzen.

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Aug
6

Erinnerungen an 18 Jahre Mosaic, anlässlich von 20 Jahre WWW

mosaicDas WWW ist heute zwanzig. Da war ich noch nicht dabei, erinnern kann ich mich aber noch an Mosaic, den ersten Webbrowser, gut zwei Jahre später - und an Debatten, ob sich wohl das WWW oder Gopher oder ganz etwas anders durchsetzen wird. Dass sich irgendwas durchsetzen wird, war uns aber schon allen klar oder zumindest wünschten wir uns das.

Meine allerersten Gehversuche in HTML sind auch aus dieser Zeit, damals an der Kepler-Uni. Gecodet habe ich im vi, brav in einer Linux-Shell, was ich aber bis heute nicht wirklich kann ;-) Als es dann plötzlich auch möglich war, den Hintergrund einer Webseite einzufärben und Text zu zentrieren, saß ich ganz begeistert vorm Bildschirm und bewunderte meine Ergebnisse. Falls ich das Sichern hingekriegt hatte, gingen die dann auch gleich online. Unser erster WWW-Server der ÖH Linz war ein 368-er unter Linux, die Jungs waren total stolz auf seine tolle Performance und Uptime - und ich wurde infiziert von den interaktiven Möglichkeiten, die sich da auftaten. Die Mädels waren aber auch ganz wichtig in der Zeit, da gabs es einige, die schon damals nach dem Feminismus im Netz fragten und manchmal auch Konflikte mit den Jungs ausfochten, die meinten, TCP/IP habe eh kein Geschlecht. Einig waren wir uns aber alle, dass das Netz ganz viele Chancen für freie Meinungsäußerung und interaktiven Austausch bietet und dass es dafür offenen Zugang und freie Lizenzen braucht. Wirklich schade, dass die ersten Webseiten nicht erhalten sind, nur spätere sind im Web-Archiv abrufbar.

May
27

Netzneutralität?

Der Erfolg des Internet beruht auf der Gleichheit aller Datenpakete. Neuere Überlegungen orientiert - an der kommerziellen Verwertung - könnten das in Frage stellen. Nach der Zwei-Klassen-Medizin nun auch das Zwei-Klassen-Internet?

Frage am Rande ;-) Ist irgendwer in den Kirchen schon auf die Idee gekommen, dass das alles eine entscheidende Frage sozialer Gerechtigkeit von morgen sein könnte?