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Dec
20

Religion ist eine Ressource für Gerechtigkeit

Für das Blog des Bayrischen Rundfunks Woran glauben? Götter, Quanten, Wirtschaftswachstum habe ich einen Text geschrieben. Im Unterschied zu Michael Schmidt-Salomon von der Giordano Bruno Stiftung vertrete darin ich die Meinung, dass Religion eine Sinn-Ressource ist, die einen Beitrag für mehr Gerechtigkeit auf dieser Welt leisten kann.

Da geht es lang zum ganzen Text. Dieses Projekt als solches ist sehr spannend, denn da soll aus verschiedenen Beiträgen rund ums Thema Glauben ein Film entstehen. Die Macher_innen freuen sich auf Input!

Foto: Flickr CC by-nc-sa Wolfgang Sterneck

Dec
13

Was ist übrig geblieben von Weihnachten?

christmasNeuerdings in einer vertrauten Runde: Alle, alle ohne Ausnahme, haben Stress mit Weihnachten. Die einen würden am liebsten weit weg auf Urlaub fahren. Wer anderer switcht am Heiligabend zwischen zwei verfeindeten "Familien" und kann es niemand recht machen. Und die nächste spürt zu Weihnachten besonders intensiv die Einsamkeit. Der Druck auf traute Familie zu machen, kostet unendlich viel Energie. Alle sind gestresst, niemand redet darüber wie es ihr oder ihm wirklich geht.

Was ist da passiert? Ich glaube viel mehr als nur der sowieso offensichtliche Konsumwahn. Die eigentliche Message von Weihnachten kommt nicht mehr an. Kein Platz für Gott, der Mensch geworden ist, nichts Tragendes mehr und die Erinnerungen die Kindheit werden mit der Distanz der Erwachsenen auch immer weniger verklärt. Es wirkt nur noch der Druck etwas heil darzustellen, dass nicht heil ist.

Was ist das, dass so viele Menschen froh wären, wenn der 24. und 25. Dezember Tage wie alle anderen wären? Millionen Menschen weltweit sind Christ_innen - und so wenig hilft diese gute Botschaft zum guten Leben, ja ihre Traditionen machen es Menschen sogar noch schwerer gut zu leben.

Nachdenklich ....

Dec
8

Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist, es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt

Heute habe ich angesichts des Marienfeiertags auf Facebook wieder mal ein paar polemische Kommentare zum Thema Erbsünde gelesen. Ja, dieser Begriff ist heute mehr als missverständlich. Viel zu lange wurde Sünde vor allem als sexuelle Verfehlung missverstanden - und in diesem Kontext wäre aufeinmal unser bloßes Geborensein, dass ja einen Sexualakt der Eltern voraussetzt, eine Sünde. Was für eine negative Sicht des Menschseins, wenn das so reduziert wird!

Dem möchte ich eine andere Sicht der Rede von Erbsünde entgegenhalten. Diese halte ich für durchaus beachtenswert:

Unter Erbsünde verstehe ich auch, dass wir in eine Welt geboren sind, die nicht perfekt ist. Im Gegenteil: Wir leben in "ererbten" Strukturen der Ungerechtigkeit und es ist selbst bei bestem Willen nicht immer möglich nicht zu strukturellen Mittäterin zu werden. Mit jeder Autofahrt, mit jedem Billigeinkauf, ja, mit jeder versäumten Protestaktion mache ich mit mitschuldig am Leid in dieser Welt.

Irgendwie finde ich, dass dieses bekannte Video der Ärzte zum Thema passt: "Es ist nicht deine Schuld, dass die Welt ist wie sie ist, es wär nur deine Schuld, wenn sie so bleibt"

Nov
20

Blockstöckchen aufgenommen - Gespräch von Blog zu Blog

Andrea Rehn-Laryea, die ich schon lange von Twitter kenne und bei Kirchehoch2 auch Face2Face getroffen habe, schickt mir ein Blogstöckchen. Da will ich mal antworten, denn:

Nov
19

Social Media in der Erwachsenenbildung

Am 18. November 2013 habe ich in Graz einen Workshop für das Frauennetzwerk in der Katholischen Erwachsenenbildung gestaltet. Unten sind meine Slides.

Zum Thema Social Media und Erwachsenenbildung stehen übrigens zwei eintägige Seminare an, die ich gemeinsam mit Gaby Filzmoser gestalten werde: am 18. Jänner in Linz und am 18. März in Innsbruck im Haus der Begegnung.


Nov
18

Trends in der Kommunikation

Am Freitag, 15. November 2013, war ich Vortragende auf einer Tagung für Führungskräfte und ÖffentlichkeitsarbeiterInnen der Diakonie Österreich. Es war ein intensiver und spannender Austausch "in ökumenischer Verbundenheit", wie hieß. Hier gibts für Interessierte meine Slides zum Nachlesen:


Oct
13

Mein Profil-Update

Ich habe grade meine Profile bei Xing und LinkedIn auf den neuesten Stand gebracht. Facebook war schon vor ein paar Tagen dran, da bin ich ja öfter unterwegs. Die erst genannten sind ja, so wie ich so nutze, nur bessere Telefonbücher. Und die sollten stimmen, um ihren Zweck zu erfüllen. Der Grund ist ein höchst erfreulicher. Ich habe es geschafft: Ich habe mein Theologiestudium abgeschlossen.

Sep
19

Freundschaft 2.0

Für die Zeitschrift "neue gespräche", herausgegeben von der AKP - Arbeitsgemeinschaft für katholische Familienbildung e.V., habe ich einen Beitrag zum Thema Freundschaft geschrieben. Danke an Uli Berens für die redaktionelle Bearbeitung.

Freundschaft 2.0

„Ich habe 137 Freunde.“ Solche Aussagen lassen den Wert des Internets für die Pflege von Beziehungen fragwürdig erscheinen. Vier Klarstellungen und Überlegungen. Von Andrea Mayer-Edoloeyi

1. Freund_innenschaft im Internet: Das Thema ist in der öffentlichen Diskussion von vielen Missverständnissen geprägt. Ein beträchtlicher Teil davon beruht auf einem Übersetzungsproblem: Der Begriff friend im Englischen meint den weiteren Bekanntenkreis, der Begriff Freund_in im Deutschen bezeichnet dagegen traditionell einige wenige Menschen, mit denen ich engere, vertrautere Beziehungen pflege. Über Facebook bin ich wohl auch mit einigen engen Freund_innen verbunden, den Großteil dieser Beziehungen bilden aber Beziehungen zu friends - zu losen Bekannten.

Sep
13

Feel the blood

Das hat Wolfie C. treffenderweise bei diesem Video kommentiert. Und doch ist es phaszinierend zu sehen, wie sich die Grenzen Europas seit dem Jahr 1000 bis heute verschoben haben.

Sep
7

Frequenzrauschen aus der Vergangenheit

Vor einiger Zeit habe mit drei anderen Frauen - Claudia Dworschak, Gabi Kepplinger und Andrea Reisinger - tief in unseren Erinnerungen gegraben und einiges über die Zeit der Anfänge des Freien Radios und Radio FRO 105.0 zu Tage befördert. Es geht um die Zeit irgendwann zwischen 1995 und 1997.

Manuela Mittermayer hat daraus eine tolle Sendung gemacht. Ich freue mich schon auf die weiteren Folgen dieser Reihe von SpaceFemFM.